Die Unfallversicherung

Bei Unfällen hervorragend abgesichert

Eine Unfallversicherung deckt Personenschäden, die einem selbst zustoßen. Wenn einem Mitglied des Vereins während dem Vereinsfest, der Musikprobe oder dem Training ein Unfall zustößt, ist man durch die Versicherung hervorragend geschützt. Das gilt auch, wenn man gerade zum Training fährt.

Fallbeispiel zur Unfallversicherung

Es ereignete sich ein schwerer Unfall im Trainingsraum des Fitnessclubs Titan Muscle Fitness e. V. Emma Haberle war beim Bankdrücken und wollte die schwere Stange gerade auf die Ablageschiene legen. Nach der vierten Wiederholung flatterten ihre Ellenbogen wie eine Gitarrensaite! Da passierte es auf einmal. Ihr linker Ellenbogen knickte ruckartig ein. Die Stange mit ihren 70 Kilo fiel ungehindert auf ihren Oberkörper. Emma spürte ein Reißen in ihrer Brust und wurde von ihren Kameradinnen ins Krankenhaus gebracht. Dort wurde festgestellt, dass ihr linker Brustmuskel gerissen war. Unfälle wie dieser passieren in Vereinen öfter als gedacht. Um sich abzusichern, ist die Unfallversicherung wie geschaffen. Die Unfallversicherung soll freiwillig Engagierten bei einem Unfall während der Tätigkeit im Ehrenamt helfen, die dadurch bedingte wirtschaftliche und finanzielle Notlage zu überbrücken.

Warum brauche ich überhaupt eine private Unfallversicherung?

Es gibt doch die gesetzliche Unfallversicherung? Diese schützt Sie z.B. in der Arbeit oder auf dem Weg zur Arbeit. Sie schützt Sie nicht bei Unfällen, die Sie in der Freizeit in Ihrem Verein haben. Wer z.B. in einem Fischerverein ist und sich beim Boote schleppen während dem Vereinsausflug das Knie verletzt, ist durch die ges. Unfallversicherung nicht abgesichert. Scharfe Glasscheiben am Ufer oder gerissene Bänder beim Fußball – gerade in entspannten Zeiten ist man oft unachtsam.



Empfehlung

Für einen umfassenden Risikoschutz bei einem Unfall ist eine private Absicherung sowohl als Alternative als auch als Ergänzung zur ges. Unfallversicherung unverzichtbar. Diese Versicherung kann für verschiedene Personen abgeschlossen werden und greift bei Fremd- oder Eigenverschulden.

Welche Schadensfälle zählen als Unfall?

„Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet… Als Unfall gilt auch, wenn durch eine erhöhte Kraftanstrengung an Gliedmaßen oder Wirbelsäule

  • ein Gelenk verrenkt wird oder
  • Muskeln, Sehnen, Bänder oder Kapseln gezerrt oder zerrissen werden.“

(§1, Allgemeine Unfallversicherungsbedingungen )

Außerdem gelten Schadensfälle als Unfall, bei denen Menschen, Tiere oder Sachen gerettet werden, sofern Gesundheitsschädigungen dabei nicht bewusst in Kauf genommen werden. Ebenso als Unfall gilt eine fürs Tauchen typische Schädigung, Vergiftung, Ertrinken, außerdem der Entzug von Nahrung, Wärme, Flüssigkeit oder Sauerstoff.

Was bedeuten die Fachbegriffe plötzlich, Ereignis, von außen und unfreiwillig?

  • Plötzlich heißt, dass der Unfall in einem relativ kurzen Zeitraum passiert. Es sind demnach keine langsamen Folgeschäden wie der berühmte „Tennisarm“, sondern abrupte Geschehnisse wie das Brechen eines Arms.
  • Ein Ereignis ist das Auftreten eines Geschehens, das zu einem bestimmten Zeitpunkt stattfindet und z.B. durch mechanische, thermische, chemische oder elektr. äußere Ursachen auf den Körper einwirkt. Das kann z.B. Glatteis sein, auf dem ein Mitglied des Vereins auf der Fahrt zum Training ausrutscht.
  • Von außen tritt ein Ereignis auf, wenn die Ursache nicht im Innern des Körpers liegt. Stattdessen wirkt sie von außen auf ihn ein, also z.B. ein Karateschlag. Innere Ursachen sind z.B. Depressionen oder genetische Krankheiten.
  • Unfreiwillig ist das Erleiden, wenn es nicht vorsätzlich bewirkt wurde, z.B. wenn ein Mitglied beim Vereinsfest die Herdplatte angelassen hat und sich daran versehentlich und fahrlässig verbrennt.

Der Versicherungsfall tritt ein, wenn zwischen dem Unfall und der Beeinträchtigung der Gesundheit ein hinreichender Zusammenhang besteht.

Wer ist versichert?

Bei vielen Unfallversicherungen kann man wählen, wer unter den Versicherungsschutz fällt. Es können dabei einzelne Personen oder Gruppen – z.B. alle Mitglieder eines Vereins – versichert werden.

Welche Leistungsarten können vereinbart werden?

Verschiedene Arten von Leistungen können bei Unfallversicherungen vereinbart werden. Das können z.B. sein:

Invaliditätsleistung

Die versicherte Person hat eine Invalidität erlitten bzw. diese wird vom Arzt festgestellt. Grundlagen für die Berechnung der Invaliditätsleistung sind meistens die vereinbarte Versicherungssumme und der durch den Unfall bedingte Invaliditätsgrad.

Unfall-Krankenhaus-Tagesgeld

Die versicherte Person ist z.B.
(a) wegen eines Unfalls in medizinisch notwendiger vollstationärer Heilbehandlung.
(b) oder unterzieht sich unfallbedingt einer ambulanten chirurgischen OP und ist deswegen zeitweilig oder vollständig in der Ausübung ihres Berufs beeinträchtigt.

Genesungsgeld

Wird die versicherte Person aus der vollstationären Behandlung entlassen und hatte sie Anspruch auf Unfall-Krankenhaus-Tagesgeld (s.o.), erhält diese Genesungsgeld.

Todesfallleistung

Die versicherte Person stirbt unfallbedingt nach dem Unfall. Familienangehörige oder andere gewünschte Personen erhalten eine finanzielle Leistung bzw. Absicherung.

Was kostet eine Unfallversicherung?

Die Preise variieren von Anbieter zu Anbieter und hängen von den individuellen Lebensumständen ab. Es lohnt sich auf jeden Fall zu vergleichen.