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FÖRDERMITTEL FÜR DIE ALTENHILFE UND PFLEGE

Die Altenhilfe leistet in Deutschland einen großen sozialen Beitrag. Dank ihres Einsatzes gelingt es älteren Menschen, Schwierigkeiten zu überwinden oder zu mildern und somit altersbedingte Herausforderungen zu meistern. Doch wer hilft eigentlich Einrichtungen der Altenhilfe? Eine Frage, die sich zahlreiche Einrichtungsleitungen der Altenpflege und Altenhilfe stellen. Wussten Sie, dass es spezielle Fördermittel für die Altenhilfe gibt? Wir verraten Ihnen, wie Sie private und öffentliche Fördermöglichkeiten für die Finanzierung Ihrer Altenhilfe nutzen können und stellen Ihnen unterschiedliche Förderprogramme vor.

Fördermittel für die Altenhilfe – ein erster Überblick

Auf der Suche nach den geeigneten Fördermitteln für die Altenhilfe gilt eines vorweg: Das eigene Projekt muss zum Fördervorhaben einer Stiftung, eines öffentlichen Geldgebers oder einer privaten Institution passen und den Zielen der Förderinstitution entsprechen. Um seine Aussichten auf eine Förderung einzuschätzen, gibt es ein paar zentrale Anhaltspunkte, die wir Ihnen im Folgenden an die Hand geben möchten. Dabei wird zwischen Bereichen der Altenhilfe mit kontinuierlichem Förderbedarf und anderen Vorhaben mit Chance auf Förderung unterschieden.

Welche Bereiche der Altenhilfe haben einen kontinuierlichen Förderbedarf?

Es gibt einige Bereiche in der Altenhilfe, die kontinuierlich fortlaufen, also nicht projektgebunden sind und die somit umso mehr auf eine Förderung angewiesen sind. Entsprechend gibt es auf diese Bereiche aber auch eine größere Auswahl an Fördermittelinstitutionen, deren Ziele mit denen des Bereichs der Altenhilfe übereinstimmen. Zu diesen kontinuierlich förderbedürftigen Bereichen gehören:

  • Hospize sowie palliative Versorgungsangebote
  • Angebote rund um die Beratung
  • Alten- und Pflegeheime sowie stationäre Pflegeangebote in Vollzeit
  • Tages- und Kurzzeitpflege, teilstationäre Pflegeservices und Verhinderungspflege
  • Pflege- und Betreuungsdienste, ambulante häusliche Pflege
  • Nachbarschaftshilfen, lokal ausgerichtete Betreuungs- und Versorgungsangebote
  • Betreutes Wohnen und Mehrgenerationenhäuser
  • Ehrenamtliches Engagement im Bereich von Selbsthilfen, Besuchsgruppen und niedrigschwelligen Angeboten
  • Unterstützung alternativer Therapieformen
  • Pflegeeinrichtungen der Altenhilfe, die neu gebaut, renoviert oder erweitert werden müssen

Mit diesen Vorhaben blicken sie auf gute Förderaussichten

Bei den Fördermitteln der Digitalisierung wird zwischen bundesweiten, landesweiten und regionalen Fördertöpfen Neben den Bereichen mit kontinuierlichem Förderbedarf gibt es in der Altenhilfe immer auch neu aufkommende Projekte, die eine Förderung brauchen, um erfolgreich realisiert werden zu können. Auch hierfür gibt es ein paar Anhaltspunkte, die auf gute Förderaussichten schließen lassen:

  • Ehrenamtliche Aktivitäten sowie Projekte zur Aktivierung des bürgerschaftlichen Engagements
  • Projekte (lokal, regional sowie überregional), die nachweislich einem hohen Bedarf nachkommen und von hoher öffentlicher Relevanz sind
  • Vorhaben, die mit dem Klimaschutz sowie einer energetischen Sanierung im Zusammenhang stehen und somit auch die Nachhaltigkeit in der Altenhilfe vorantreiben
  • Konzepte, die sich durch Innovation auszeichnen und dabei eine überregionale Bedeutung und eine hohe Wirkung versprechen
  • Gemeinnützige Vorhaben in allen Bereichen der Altenhilfe
  • Projekte, die sich ambulanten, quartiersbezogenen oder generationsübergreifenden Versorgungsstrukturen zuwenden
  • Geplante Maßnahmen, die für den Arbeitsmarkt von Bedeutung sind, beispielsweise, um Personal zu gewinnen, Ausbildungsplätze zu schaffen oder das Gesundheitsmanagement voranzutreiben

Prinzipiell gilt bei allen Vorhaben, bei denen man auf eine Förderung hofft, dass diese mit genügend zeitlichem Vorlauf angegangen werden muss. Bemüht man sich um Fördermittel für ein Projekt der Altenhilfe, so empfiehlt es sich, einen Vorlauf von 3 bis 6 Monaten vor Projektstart einzukalkulieren.

Bereiche der Altenhilfe, die keine Förderung erwarten können

Zusätzlich gibt es auch einige Maßnahmen und Vorhaben, die meist von einer Förderung für die Altenhilfe ausgeschlossen werden. Darunter fallen folgende Bereiche:

  • Projekte, die bereits in der Umsetzung sind
  • Budgetlücken, die innerhalb der laufenden Maßnahmen auftreten sowie Verluste aus den Vorjahren
  • Vorhaben, die rein auf Fördermittel basieren würden, weil keine Eigenmittel vorhanden sind
  • Neubauprojekte, die keinen ausgeprägten regionalen Bedarf decken
  • Alle Leistungen und Vorhaben, die den Standardaufgaben eines Trägers zugeordnet und die Regelfinanzierung abgedeckt werden

Gesetzliche Regelungen zur Förderung der Altenhilfe

Bevor eine Maßnahme der Altenhilfe für eine Förderung in Frage kommt, muss eines vorweg geklärt sein: Was fällt in die Regelfinanzierung, was in die Projektfinanzierung?

Dazu zunächst einmal eine kleine begriffliche Einordnung und Erklärung:

Bei der Projektfinanzierung handelt es sich um Drittmittel, die meist eine schnelle Umsetzung der Vorhaben ermöglichen und dabei zeitlich befristet sind. Für alle Arbeiten mit reinem Projektcharakter ist das eine tolle Möglichkeit, seine Maßnahmen zu realisieren. Für perspektiv ausgerichtete Arbeiten stellt diese zeitliche Befristung allerdings ein Problem dar. An dieser Stelle kommt die Regelfinanzierung ins Spiel. Diese bedeutet eine langfristige finanzielle Absicherung, um die Bereiche der Altenhilfe konstant am Laufen zu halten. Auf diese Weise wird nicht nur das Personal finanziert, sondern auch die Arbeit mit den Zielgruppen ermöglicht.

Bevor Fördermittel für die Altenhilfe vergeben werden, wollen die Förderer deshalb bei einer Antragsstellung stets wissen, ob das Vorhaben nicht durch das staatliche Sozialsystem finanziert wird. Denn die Förderer, um Stiftungen, Lotterien und Co. wollen sich von einer doppelten Förderung distanzieren. Fragen Sie sich deshalb bereits vor Ihrer Suche nach einem geeigneten Förderer:

  • Ist meine Maßnahme oder Teile davon regelfinanziert?
  • Welche Bereiche meines Vorhabens werden nicht oder nicht ausreichend finanziert?
  • Kann ich meine Kosten eindeutig zuordnen?

Fördertöpfe für die Altenhilfe

Im Folgenden stellen wir Ihnen eine Auswahl an Fördermittel für die Altenhilfe gibt es in Deutschland viele. Doch den richtigen Fördertopf zu finden, kann schnell zur Herausforderung werden. Um sich im Dschungel der Fördermöglichkeiten seinen Weg zu bahnen, stellen wir Ihnen die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten vor.

Staatliche Fördermittel für die Altenhilfe

Im Bereich der staatlichen Altenhilfe durch Bundes- und Landesministerien, Bezirke, Kreise und Kommunen liegt der Fokus vor allem auf innovativen Modellprojekten, Projekten mit dem Ziel des Klimaschutzes und der energetischen Sanierung sowie arbeitsmarktpolitische Maßnahmen. Zur Verfügung stehen diese Fördertöpfe sowohl für gemeinnützige als auch für öffentliche oder gewerbliche Träger. Zu diesen staatlichen Fördermöglichkeiten gehören beispielsweise:

Förderung der Ausbildung in der Altenhilfe und Altenpflege (Schleswig-Holstein): Dieses Förderprogramm stellt die Erziehung, Volks- und Berufsausbildung in der Altenpflege in den Mittelpunkt. Dabei werden Projekte mit einer durchschnittlichen Höhe von 3.720€ gefördert.

Niedersächsisches Förderprogramm „Wohnen und Pflege im Alter“: Diese Förderung fokussiert Modellprojekte, vor allem im ländlichen Raum, die das selbstständige Leben älterer Menschen in einem häuslichen Umfeld ermöglichen. Dabei geht es vor allem um das Entwickeln und Realisieren innovativer Wohnkonzepte. Die Fördersumme liegt dabei bei einer Obergrenze von 100.000€.

Innovationsprogramm „Pflege 2022“ (Baden-Württemberg): Kern dieses Förderprogramms für die Altenhilfe sind innovative Konzepte, die eine qualitative Weiterentwicklung der Kurzzeitpflege darstellen. Auch Angebote der Tages- und Nachtpflege werden in diesem Rahmen intensiv gefördert.

Förderung von Modellprojekten: Versorgungskonzepte/Versorgungs- strukturen für dementiell Erkrankte (Hessen): Diese Fördermittel richten sich an neue Versorgungskonzepte und Versorgungsstrukturen für demenzkranke Pflegebedürftige. Dabei zählt der innovative Charakter der Modellvorhaben, der darauf abzielt, Versorgungslücken zu schließen.

WoLeRaF: Aufbau neuer ambulant betreuter Wohngemeinschaften (Bayern): Für den Aufbau von ambulant betreuten Wohngemeinschaften stellt der Freistaat Bayern eine Fördersumme von bis zu 25.000€ zur Verfügung.

Lotteriemittel für die Altenhilfe: Rund 40% der Einnahmen staatlicher Lotteriespiele fließen in gemeinnützige Aktivitäten. So profitiert die Altenhilfe vor allem von der Deutschen Fernsehlotterie sowie vom Kuratorium Deutsche Altenhilfe. Vor allem der Neubau und die Renovierung von stationären und ambulanten Weinrichtungen erfahren hier eine Förderung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung der Konzeption und Umsetzung von Quartiersprojekten.

Private Fördermittel für die Altenhilfe

Neben öffentlichen Fördertöpfen gibt es auch die privaten. Dazu zählen Stiftungen, Organisationen und Unternehmen. Die Voraussetzung, um private Fördermittel für die Altenhilfe in Anspruch zu nehmen, liegt dabei im gemeinnützigen Status. Rund 70% all dieser Förderquellen beschränken sich dabei auf ein regionales oder lokales Umfeld. Hier ein paar Beispiele:

  • Die Robert Bosch Stiftung fördert einige Projekte im Bereich der Kranken- und Altenpflege
  • Partner und Förderer von wohlBEDACHT e. V. – Wohnen für dementiell Erkrankte München unterstützt Erkrankte und ihre Angehörigen.
  • Die Hospiz Stiftung Niedersachsen ermöglicht es, dass ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter ein Ausbildungs-, Fortbildungs- und Supervisionsangebot in Anspruch nehmen können und unterstützt bei Sachinvestitionen.
  • Die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung setzt ihren Förderfokus auf Alten- und Pflegeheime sowie besondere Projekte der Kinderbetreuung und Ausbildung, vor allem in der Region Hannover.
  • Die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW richtet ihre Förderung an zukunftsweisende Sozialprojekte in Form modellhafter Neuentwicklungen, die sich durch einen hohen sozialpolitischen Stellenwert auszeichnen.
  • Örtliche Sparkassen und Raiffeisenbanken: örtliche Projekte zur Altenhilfe haben hier gute Chancen auf Förderungen in einem Rahmen von rund 2.000€.
  • Medienfonds: Diese Fördermittel basieren auf konkreten Spendenaktionen der lokalen Zeitung oder des Radios. Dabei wird zu Beginn der Spendenaktion eine klare Zielgruppe definiert, beispielsweise kann der Fokus auf der Unterstützung älterer Menschen liegen.

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