Vereinsgründung

So geht’s richtig

Sie wollen einen Verein gründen? Dann sind Sie bei uns an der richtigen Adresse! Mit dem „DEUTSCHES EHRENAMT Gründungspaket“ erhalten Sie die für eine Vereinsgründung notwendige fachliche Rechts- und Steuerberatung, Musterformulare, fachliche Informationen und den erforderlichen Versicherungsschutz als Gründer und Verantwortlicher im Verein.

Mehr zum Gründungspaket

Vereinsgruendung

Verein im Vorfeld planen

Damit es während der Vereinsgründung nicht zu Streitigkeiten kommt, ist es erforderlich, mit den Mitbegründern und Vereinsmitgliedern bei der Gründungsversammlung wichtige Punkte zu diskutieren und gemeinschaftlich festzulegen.
Zum Beispiel sollten Sie sich über den Vereinsnamen, die Zusammensetzung des Vereinsvorstandes und viele weitere Details einig sein. Der Verein gilt als gegründet, wenn auf der Gründungsversammlung die Satzung vorgestellt und von jedem Vereinsmitglied unterschrieben wird. Jedes Vereinsmitglied muss dafür anwesend sein.

Über all die Punkte sollte bereits nachgedacht werden, bevor Sie einen Verein gründen. So lassen sich Streitigkeiten verhindern und die Dauer der Gründungsversammlung hält sich in Grenzen.

Die Satzung kann man auch als „Gesetz” des Vereines ansehen und sie sollte schon vor der Versammlung entworfen werden.

Unsere Checkliste für die Vereinsgründung eines eingetragenen Vereins (e.V.)

Mitgliederanzahl

  • Um einen Verein zu gründen, sind mindestens sieben Mitglieder erforderlich.
  • Diese sieben Mitglieder werden zu einer Gründungsversammlung einberufen.

Gründungsversammlung

Die Gründung eines Vereins beginnt mit der Gründungsversammlung. Zwei Hauptpunkte müssen in dieser Versammlung bearbeitet werden:

  • Wahlen durchführen
  • Satzung verabschieden

Gründungsprotokoll

  • Ort und Tag
  • Protokollführer und Versammlungsleiter
  • Wahlergebnissen und gefassten Beschlüssen
  • Name, Anschrift, Beruf der gewählten Vorstandsmitglieder
  • Unterschrift des Protokollführers und 1. Vorsitzenden

Tipp: Eine Mustersatzung eines rechtsfähigen gemeinnützigen Vereins erhalten Sie im „DEUTSCHES EHRENAMT Gründungspaket“

Erstellung und Inhalt einer Vereinssatzung

  • Vereinszweck
  • Name des Vereins
  • Sitz des Vereins
  • Bildung des Vereinsvorstandes
  • Ein- und Austrittsbestimmungen der Mitglieder
  • Angaben über Mitgliedsbeiträge
  • Angaben über die Einberufung von Mitgliederversammlungen
  • Bekanntgabe über die Beurkundung von Beschlüssen
  • Außerdem Angaben über die Eintragung in das Vereinsregister

Tipp: Eine Mustersatzung eines rechtsfähigen gemeinnützigen Vereins erhalten Sie im „DEUTSCHES EHRENAMT Gründungspaket“

Wahl des Vorstands

  • Ort und Tag
  • Ebenfalls auf der Gründungsversammlung muss der Vorstand sowie alle Organe gewählt werden, die laut Satzung vorgesehen sind.
  • Dabei werden die Vorschriften befolgt, die in der neuen Satzung beschlossen wurden. Die Wahlergebnisse müssen zudem im Gründungsprotokoll festgehalten werden.

Anmeldung beim Vereinsregister/Registergericht

  • Ort und Tag
  • Vorstand meldet Verein beim Registergericht an
  • schriftlich beglaubigte Erklärung unterschrieben von allen Vorstandsmitgliedern
  • Unterschriften vom Notar beglaubigen lassen
  • Vereinssatzung im Original sowie mit Kopie
  • Zudem Kopien über die Bestellung des Vorstandes, Wahlprotokoll und Annahmeerklärung der gewählten Vorstandsmitglieder

Tipp: Muster für die Vereinsanmeldung eines rechtsfähigen gemeinnützigen Vereins sind im „DEUTSCHES EHRENAMT Gründungspaket“ enthalten.

Beglaubigung durch Notar und Amtsgericht

Die Beglaubigung der Unterschriften des Vorstands erfolgt durch die persönliche Vorlage der Ausweispapiere bei einem Notar. 
Satzung und Protokoll werden vom Notar an das Amtsgericht weitergeleitet. Sie werden jedoch nicht automatisch auf Rechtmäßigkeit geprüft!

Tipp: Profitieren Sie daher von unserer juristischen Überprüfung & Überarbeitung der Satzung, die im Gründungspaket enthalten ist.

Die Rechtsform eines Vereins

Sie als Gründer eines Vereins haben viele Dinge zu beachten, z.B. die Rechtsform Ihres Vereins. Die am häufigsten gewählte Form ist der eingetragene Verein (e.V.), wobei hier keine wirtschaftlichen Zwecke verfolgt werden dürfen.
Es gibt viele weitere Gesellschaftsformen, wie den „rechtsfähigen wirtschaftlichen Verein“ oder den „nicht eingetragenen Verein“, die in Frage kommen könnten. 

Muss ein Verein überhaupt eingetragen werden?

Rechtlich ist das nicht vorgeschrieben. Ein Vorteil des nicht eingetragenen Vereins ist z.B., dass kein großer Verwaltungsaufwand entsteht. Denn er wird nicht im Vereinsregister eingetragen. Daher muss er keine Änderungen der Satzung oder im Vorstand eintragen lassen. 

Der Nachteil des nicht eingetragenen Vereins ist vor allem die sog. Handelndenhaftung, d.h. derjenige, der für den Verein Rechtsgeschäfte abschließt, haftet persönlich für die daraus resultierenden Verbindlichkeiten. Dies ist in der Regel der Vorstand. Wiegen Sie bei der Vereinsgründung die Möglichkeiten ab. 

Damit Sie die richtige Rechtsform für Ihren Verein wählen, stehen wir Ihnen in dieser Entscheidung gern zur Seite.

Die Satzung

Jeder Verein benötigt eine Satzung. Die Satzung kann man auch als “Gesetz” des Vereines ansehen und sie sollte schon vor der Versammlung entworfen werden. Die Mindesterfordernisse werden in § 57 BGB aufgelistet, den Sollinhalt einer Satzung regelt der § 58 BGB: 

§ 57 BGB: Mindesterfordernisse an die Vereinssatzung

(1) Die Satzung muss den Zweck, den Namen und den Sitz des Vereins enthalten und ergeben, dass der Verein eingetragen werden soll.
(2) Der Name soll sich von den Namen der an demselben Orte oder in derselben Gemeinde bestehenden eingetragenen Vereine deutlich unterscheiden. 

§ 58 BGB: Sollinhalt der Vereinssatzung

Die Satzung soll Bestimmungen enthalten:
(1) über den Eintritt und Austritt der Mitglieder,
(2) darüber, ob und welche Beiträge von den Mitgliedern zu leisten sind,
(3) über die Bildung des Vorstands,
(4) über die Voraussetzungen, unter denen die Mitgliederversammlung zu berufen ist, über die Form der Berufung und über die Beurkundung der Beschlüsse. 

Welche Forderungen eine Satzung noch erfüllen muss, erfahren Sie von unseren Spezialisten. Außerdem stellen wir Ihnen eine Mustersatzung in unserem Gründungspaket bereit.

Unterstützung bei der Vereinsgründung

Im Gründungspaket sind alle Leistungen des Vereins-Schutzbriefes enthalten und zusätzlich unterstützen wir Sie mit verschiedenen Vorlagen, Mustern und Beratung bei der Vereinsgründung.

zum gründungspaket

Kosten der Vereinsgründung

Ist der Verein gegründet, müssen Sie ihn anmelden und natürlich ist eine Vereinsgründung auch mit Kosten verbunden, z.B. sind Notar- und Registrier-Gebühren zu zahlen. Auch für alle künftigen Änderungen der Satzung oder im Vorstand fallen Gebühren an. Lassen Sie sich aber auch in diesem Punkt gerne von uns beraten, um Missverständnisse auszuschließen. Mit dem Gründungspaket können wir sie umfangreich zu den Kosten der Vereinsgründung beraten.

Der Vereinsname

Achten Sie bei der Namensfindung darauf, dass sich der Name von anderen Vereinen im Registerbezirk deutlich unterscheidet. Er darf außerdem nicht irreführend sein durch Täuschung über Art und Größe des Vereins. Die Eintragung des im Namens im Register bewirkt jedoch keinen weitreichenden Namenschutz. Verstöße gegen Namens- und Markenrecht können nicht nur eine spätere Änderung des Namens erforderlich machen. Sie können auch zu erheblichen Schadensersatzforderungen führen. Recherchieren Sie deshalb gründlich, bspw. im Internet, ob nicht ein anderer Verein diesen Namen trägt.

Handlungsorgane

Vereinsorgane sind z.B. Vorstand und Mitgliederversammlung. Jeder Verein ist verpflichtet, diese Organe zu beschäftigen. Denken Sie also schon vor der Vereinsgründung an diese Organe. Während der Vorstand den Verein vertritt, ist die Mitgliederversammlung das oberste Entscheidungsgremium. Ob man weitere Organe benötigt, ist jedem Verein selbst überlassen. Das könnte z.B.

  • ein Kassenprüfer sein, der die Finanzen überprüft,
  • eine Unterstützung für den Vorstand,
  • ein beratendes Gremium, das ebenfalls den Vorstand unterstützt,
  • oder ein Kuratorium sein.

Finanzen im Verein

Übrigens müssen Sie auch in Ihrem Verein die Buchführungspflicht einhalten. Es reicht zwar in den meisten Fällen eine einfache Buchführung aus. Dennoch sollten Sie auf Besonderheiten bezüglich Ihres Vereins achten. Die Aufzeichnungen dienen dazu, den Vereinsmitgliedern Rechenschaft liefern zu können. Außerdem müssen Sie dem Finanzamt Einsicht in die Buchführung gewähren. Denn die Steuern, die auch ein Verein zu zahlen hat, werden von diesen Informationen abgeleitet. Auch was Spenden für Ihren Verein angeht, sollten Sie sich sehr gut erkundigen und die Vorschriften unbedingt einhalten. Ein Verein als juristische Person und der Vorstand kann für Fehler bei der Verwendung von Spendengeldern haftbar gemacht werden. Unsere Spezialisten helfen Ihnen, das zu vermeiden. Sie klären Sie über jede Frage auf, die Sie zu den Spenden haben. Ausführliche Informationen zur Vereinsgründung finden Sie in unserem „Leitfaden Vereinsgründung“. Auf 12 Seiten finden Sie alles, was Sie bei der Gründung eines Vereins beachten sollten, z.B. wie sich die rechtliche Lage auf die Gründung auswirkt oder welche Vereinsorgane es gibt.

Laden Sie sich den kostenlosen Leitfaden zur Vereinsgründung herunter:

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