Verein gründen 

So geht die Vereinsgründung richtig 

Sie wollen einen Verein gründen? Dann sind Sie bei uns an der richtigen Adresse! Mit dem „DEUTSCHES EHRENAMT Gründungspaket“ erhalten Sie die für eine Vereinsgründung notwendige fachliche Rechts- und Steuerberatung, Musterformulare, fachliche Informationen und den erforderlichen Versicherungsschutz als Gründer und Verantwortlicher im Verein. 

Definition Verein:

Der Verein bezieht sich auf einen Zusammenschluss von mehreren natürlichen oder juristischen Personen, die gemeinsam einen Zweck verfolgen, der meist gemeinnützig und nicht kommerziell ist.

Vereinsgründung im Vorfeld planen

Vom Kindergarten über den Sport- oder Musikverein bis hin zum Förderverein, es gibt zahlreiche Ideen, die hinter der Gründung eines Vereins stehen. Meist wird dabei gemeinsam ein gemeinnütziger Zweck verfolgt. Im Fokus steht ein gemeinsames Interesse der Mitglieder, das zusammen verfolgt wird.

Damit es während der Vereinsgründung nicht zu Streitigkeiten kommt, ist es erforderlich, mit den Mitbegründern und Vereinsmitgliedern bei der Gründungsversammlung wichtige Punkte zu diskutieren und gemeinschaftlich festzulegen.

Zum Beispiel sollten Sie sich über den Vereinsnamen, die Zusammensetzung des Vereinsvorstandes und viele weitere Details einig sein. Der Verein gilt als gegründet, wenn auf der Gründungsversammlung die Satzung vorgestellt und von jedem Vereinsmitglied unterschrieben wird. Gerade die Satzung ist das Herzstück des Vereins. In ihr werden der Zweck und die Bestimmungen festgelegt. Jedes Vereinsmitglied muss dafür anwesend sein.

Wünschen Sie eine individuelle und rechtssichere Beratung von Fachanwälten für Ihre spezifischen Fragen zur Gründung Ihres Vereins? Diese leisten wir im Rahmen unseres Vereins-Schutzbriefs. 

Unsere Checkliste für die Vereinsgründung eines e. V.

Mitgliederanzahl

Wie viele Mitglieder braucht ein Verein?

  • Um einen e. V. zu gründen, sind mindestens sieben Mitglieder erforderlich (soll der Verein nicht eingetragen werden, reichen zwei Gründungsmitglieder)
  • Diese sieben Mitglieder werden zu einer Gründungsversammlung einberufen.
Gründungsversammlung

Die Gründung eines e. V.s beginnt mit der Gründungsversammlung. Zwei Hauptpunkte müssen in dieser Versammlung bearbeitet werden:

  • Das Verabschieden der Satzung
  • Das Durchführen von Wahlen, vor allem des Vereinsvorstands
Gründungsprotokoll

Während der Gründungsversammlung werden der Ablauf sowie die Ergebnisse von Abstimmungen entsprechend festgehalten. Diese Informationen umfassen:

  • Ort und Tag 
  • Protokollführer und Versammlungsleiter 
  • Wahlergebnissen und gefassten Beschlüssen 
  • Name, Anschrift, Beruf der gewählten Vorstandsmitglieder 
  • Unterschrift des Protokollführers und 1. Vorsitzenden 

Tipp: Musterprotokolle für Vereine erhalten Sie im „DEUTSCHES EHRENAMT Gründungspaket“

Erstellung und Inhalt einer Vereinssatzung

Jeder Verein braucht eine Satzung. Wer also einen Verein gründen möchte, sollte sich ausgiebig mit dem schriftlichen Herzstück des Vereins befassen. Inhalt einer jeden Vereinssatzung sollte sein:

  • Vereinszweck 
  • Name des Vereins 
  • Sitz des Vereins 
  • Bildung des Vereinsvorstandes 
  • Ein- und Austrittsbestimmungen der Mitglieder 
  • Angaben über Mitgliedsbeiträge 
  • Angaben über die Einberufung von Mitgliederversammlungen 
  • Bekanntgabe über die Beurkundung von Beschlüssen 
  • Außerdem Angaben über die Eintragung in das Vereinsregister 

Tipp: Musterprotokolle für Vereine erhalten Sie im „DEUTSCHES EHRENAMT Gründungspaket“

Wahl des Vorstands

Neben der Verabschiedung der Satzung werden auch der Vorstand sowie alle weiteren Organe, die laut Satzung vorgesehen sind, auf der Gründungsversammlung gewählt.

Dabei werden die Vorschriften befolgt, die in der neuen Satzung beschlossen wurden. Die Wahlergebnisse müssen zudem im Gründungsprotokoll festgehalten werden.

Anmeldung beim Vereinsregister/Registergericht

Es ist die Aufgabe des Vorstands, den gegründeten Verein beim Registergericht anzumelden. Dazu sind ein paar weitere Schritte notwendig:

  • schriftlich beglaubigte Erklärung, unterschrieben von allen Vorstandsmitgliedern 
  • Unterschriften vom Notar beglaubigen lassen 
  • Vereinssatzung im Original sowie mit Kopie 
  • Zudem Kopien über die Bestellung des Vorstandes, Wahlprotokoll und Annahmeerklärung der gewählten Vorstandsmitglieder 

Tipp: Musterprotokolle für Vereine erhalten Sie im „DEUTSCHES EHRENAMT Gründungspaket“

Beglaubigung durch Notar und Amtsgericht

Die Beglaubigung der Unterschriften des Vorstands erfolgt durch die persönliche Vorlage der Ausweispapiere bei einem Notar. Satzung und Protokoll werden vom Notar an das Amtsgericht weitergeleitet. Sie werden jedoch nicht automatisch auf Rechtmäßigkeit geprüft! 

Tipp: Profitieren Sie daher von unserer juristischen Überprüfung & Überarbeitung der Satzung, die im Gründungspaket enthalten ist.

Verein gründen – welche Rechtsformen gibt es? 

Wer einen Verein gründet, hat viele Dinge zu beachten, so auch die geeignete Rechtsform des Vereins. Die am häufigsten gewählte Form ist der eingetragene Verein (e.V.), wobei hier keine wirtschaftlichen Zwecke verfolgt werden dürfen. Diese gängige Vereinsform bringt zahlreiche Vorteile mit, beispielsweise Steuererleichterungen/-Befreiung sowie den Zugang zu öffentlichen Mitteln. Zudem kann ein eingetragener Verein als juristische Person agieren, was die Mitglieder weitgehend vor einer persönlichen Haftung schützt.

Daneben gibt es aber auch weitere Rechtsformen, wie den „nicht eingetragenen Verein“ oder den „rechtsfähigen wirtschaftlichen Verein“, die in Frage kommen könnten. Letztere Rechtsform ist sehr selten.

Muss ein Verein überhaupt eingetragen werden?

Rechtlich ist das nicht vorgeschrieben. Ein Vorteil des nicht eingetragenen Vereins ist z.B., dass kein großer Verwaltungsaufwand entsteht. Denn er wird nicht im Vereinsregister eingetragen. Daher muss er keine Änderungen der Satzung oder im Vorstand eintragen lassen.

Der nicht eingetragene Verein hat im Gegensatz zum eingetragenen Verein keine eigene Rechtspersönlichkeit. Das heißt, er ist keine juristische Person im Sinne eines Trägers von Rechten und Pflichten, sondern besteht lediglich aus einer Vielzahl von Mitgliedern. Nachteil des nicht eingetragenen Vereins ist, dass Haftungsrisiken hier für alle Mitglieder bestehen. Beim eingetragenen Verein sind diese vorwiegend auf die juristische Person Verein und seine rechtlichen Vertreter verlagert, dem Vorstand.

Vor dem Hintergrund der verschiedenen Rechtsformen empfiehlt es sich, sich stets im Voraus umfassend zu informieren. Damit Sie die richtige Rechtsform für Ihren Verein wählen, stehen wir Ihnen in dieser Entscheidung gerne zur Seite.

Die Satzung bei der Vereinsgründung

Jeder Verein benötigt eine Satzung. Die Satzung kann man auch als Regelbuch des Vereines ansehen. Sie sollte bereits vor der Gründungsversammlung entworfen werden. Die Mindesterfordernisse werden in § 57 BGB aufgelistet, den Sollinhalt einer Satzung regelt § 58 BGB:  

§ 57 BGB: Mindesterfordernisse an die Vereinssatzung

(1) Die Satzung muss den Zweck, den Namen und den Sitz des Vereins enthalten und ergeben, dass der Verein eingetragen werden soll.
(2) Der Name soll sich von den Namen der an demselben Orte oder in derselben Gemeinde bestehenden eingetragenen Vereine deutlich unterscheiden.

§ 58 BGB: Sollinhalt der Vereinssatzung

Die Satzung soll Bestimmungen enthalten:
(1) über den Eintritt und Austritt der Mitglieder,
(2) darüber, ob und welche Beiträge von den Mitgliedern zu leisten sind,
(3) über die Bildung des Vorstands,
(4) über die Voraussetzungen, unter denen die Mitgliederversammlung zu berufen ist, über die Form der Berufung und über die Beurkundung der Beschlüsse.

Welche Forderungen eine Satzung noch erfüllen muss, erfahren Sie hier. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, sich eine Mustersatzung herunterzuladen und damit wertvolle Zeit bei der Gründung Ihres Vereins zu sparen: 

Kosten der Vereinsgründung

Ist der Verein gegründet, müssen Sie ihn anmelden. Eine Vereinsgründung ist immer auch mit Kosten verbunden, z.B. sind Notar- und Registrier-Gebühren zu zahlen. Auch für alle künftigen Änderungen der Satzung oder im Vorstand fallen Gebühren an. Eine Eintragung ins Vereinsregister variiert zwischen den einzelnen Bundesländern, liegt aber durchschnittlich bei 50 bis 75 Euro, die notarielle Beglaubigung kommt mit 10 bis 30 Euro dazu. Rechnet man letztlich alle einzelnen entstehenden Kosten zusammen – inklusive der Bekanntmachung der Eintragung des Vereins – bleibt man immer noch unter einer Grenze von 150 Euro.

Lassen Sie sich aber auch in diesem Punkt gerne von uns beraten, um Missverständnisse auszuschließen. Mit dem Gründungspaket können wir sie umfangreich über die Kosten der Vereinsgründung aufklären.

Verein gründen & Vereinsname finden

Achten Sie bei der Namensfindung darauf, dass sich der Name von anderen Vereinen im Registerbezirk deutlich unterscheidet. Er darf außerdem nicht irreführend sein durch Täuschung über Art und Größe des Vereins. Die Eintragung des Namens im Register bewirkt jedoch keinen weitreichenden Namensschutz. Verstöße gegen Namens- und Markenrecht können nicht nur eine spätere Änderung des Namens erforderlich machen. Sie können auch zu erheblichen Schadensersatzforderungen führen. Recherchieren Sie deshalb gründlich, bspw. im Internet, ob nicht ein anderer Verein diesen Namen trägt. 

Handlungsorgane – schon vor der Vereinsgründung bedenken

Vereinsorgane sind z.B. Vorstand und Mitgliederversammlung. Jeder Verein ist verpflichtet, diese Organe zu beschäftigen. Denken Sie also schon vor der Vereinsgründung an diese Organe. Während der Vorstand den Verein vertritt, ist die Mitgliederversammlung das oberste Entscheidungsgremium. Ob man weitere Organe benötigt, ist jedem Verein selbst überlassen. Das könnte z.B. 

  • ein Kassenprüfer sein, der die Finanzen überprüft, 
  • eine Unterstützung für den Vorstand, 
  • ein beratendes Gremium, das ebenfalls den Vorstand unterstützt, 
  • oder ein Kuratorium sein. 

Finanzen im Verein

Wer einen Verein gründet, kommt um das Thema Finanzen nicht herum. Zum Zweck der steuerlichen Abwicklung muss so ein eigenes Bankkonto eingerichtet werden. Banken bieten hierfür häufig spezielle Vereinskonten an. Für das Eröffnen eines solchen Kontos benötigt man einen beglaubigten Registerauszug oder das Protokoll der Gründungsversammlung, sofern der Verein (noch) nicht eingetragen ist. Über dieses gemeinsame Vereinskonto laufen künftig alle Finanzen des Vereins.

Außerdem müssen Sie auch in Ihrem Verein die Buchführungspflicht einhalten. Es reicht zwar in den meisten Fällen eine einfache Buchführung aus. Dennoch sollten Sie auf Besonderheiten bezüglich Ihres Vereins achten. Die Aufzeichnungen dienen dazu, den Vereinsmitgliedern Rechenschaft liefern zu können. Außerdem müssen Sie dem Finanzamt Einsicht in die Buchführung gewähren. Denn die Steuern, die auch ein Verein zu zahlen hat, werden von diesen Informationen abgeleitet. Auch was Spenden für Ihren Verein angeht, sollten Sie sich sehr gut erkundigen und die Vorschriften unbedingt einhalten. Ein Verein als juristische Person sowie der Vorstand können für Fehler bei der Verwendung von Spendengeldern haftbar gemacht werden.

Unsere Spezialisten helfen Ihnen, das zu vermeiden. Sie klären Sie über jede Frage auf, die Sie zu den Spenden haben. Ausführliche Informationen zur Vereinsgründung finden Sie in unserem „Leitfaden Vereinsgründung“. Auf 12 Seiten finden Sie alles, was Sie bei der Gründung eines Vereins beachten sollten, z.B. wie sich die rechtliche Lage auf die Gründung auswirkt oder welche Vereinsorgane es gibt. 

Verein gründen – ein schneller Überblick in 6 Schritten

  1. Mitglieder finden

Für einen e.V. braucht es mindestens 7 Gründungsmitglieder, die ein gemeinsames Ziel verfolgen

  1. Gründungsversammlung abhalten und Vorstand wählen

Dabei wird auch der Vereinsname festgelegt sowie die Organe des Vereins bestimmt, Mitgliederversammlung und Vorstand sind die einzigen Pflichtorgane

  1. Satzung verfassen

Die Satzung muss bei der Eintragung des Vereins vorgelegt werden und von mindestens sieben Mitgliedern unterschrieben sein

  1. Gemeinnützigkeit prüfen lassen

Diese Prüfung erfolgt durch das Finanzamt, auch ein nicht rechtsfähiger Verein kann die Einstufung als gemeinnützig beantragen

  1. Verein eintragen lassen

Hierzu wird die Satzung mit notariell beglaubigten Unterschriften und das Protokoll der Gründungsversammlung eingereicht; der Registerauszug wird dann beim Finanzamt eingereicht

  1. Geschäftskonto für den Verein eröffnen

Das Vereinskonto dient der steuerlichen Abwicklung, über dieses Konto laufen alle Finanzen des Vereins

Laden Sie sich den kostenlosen Leitfaden zur Vereinsgründung herunter:

Leitfaden Vereinsgründung


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