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Fördermittelgeber: Europäische Sozialfonds

Wenn es um die Förderung der Beschäftigung und sozialer Integration in Europa geht, ist der Europäische Sozialfonds (ESF) das wichtigste Instrument. Bereits seit über 60 Jahren werden über den Europäischen Sozialfonds als Fördermittelgeber die Beschäftigungschancen der Menschen in Deutschland und Europa verbessert. Mit der neuen Förderperiode kam es nun zu einigen Änderungen, was Ziele und Inhalte betrifft, aber auch rund um Förderbudgets, Finanzierungsbedingungen und die Antragsstellung. Wann ist also der ESF der richtige Fördermittelgeber für Ihr Vorhaben? Was ist neu? Und wie stellen Sie erfolgreich Anträge? All das zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag auf. Übrigens: Gerne unterstützen wir Sie und Ihren Verein mit unserer individuellen Fördermittelberatung.

Der Fördermittelgeber Europäischer Sozialfonds – ein paar Infos vorweg

Mit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft 1957 wurde auch der Europäische Sozialfonds ins Leben gerufen. Seither macht sich der ESF stark, um Beschäftigungschancen zu verbessern, Menschen durch Ausbildung und Qualifizierung zu unterstützen und Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt abzubauen. Während zu Beginn vor allem ausbildungsbezogene Programme fokussiert wurden, bietet der Fördermittelgeber Europäischer Sozialfonds inzwischen ein breites Spektrum an Maßnahmen.

Die Schwerpunkte des Europäischen Sozialfonds

Der Europäische Sozialfonds legt einige Schwerpunkte, die wir an dieser Stelle kurz beschreiben möchten, um die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten zu beleuchten:

  • Mit der ESF-Förderung wird es Menschen ermöglicht, ihre berufliche Zukunft in die Hand zu nehmen und das auch unter schwierigen Umständen bzw. in einem zweiten Anlauf: Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Gleichberechtigung von Männern und Frauen sowie auf der Vermeidung von Diskriminierung jeglicher Art. Der ESF stellt deshalb alle in den Mittelpunkt, die vom Arbeitsmarkt ausgegrenzt werden, wie Langzeitarbeitslose, Migranten oder benachteiligte junge Menschen. Als Fördermittelgeber verfolgt der Europäische Sozialfonds das Ziel, dass alle Menschen eine berufliche Perspektive erhalten.
  • Kern der ESF-Förderung sind praxisnahe Projekte, die eine Wirkung direkt vor Ort entfalten. Dabei geht es um unterschiedlichste arbeitsmarktbezogene Projekte auf lokaler, regionaler sowie bundesweiter Ebene.
  • Als Motor für Chancengleichheit macht der ESF Europa erlebbar. Der Europäische Sozialfonds ist Teil der europäischen Kohäsionspolitik zur Verwirklichung der langfristigen Wachstums- und Beschäftigungsziele und trägt als solcher zu wirtschaftlichem und sozialem Zusammenhalt bei.

Daraus lassen sich, in der Zusammenarbeit mit den EU-Mitgliedstaaten die Kernziele um ein hohes Beschäftigungsniveau, eine Gleichberechtigung von Männern und Frauen, eine nachhaltige Entwicklung sowie ein wirtschaftlicher und sozialer Zusammenhalt in der Europäischen Union definieren.

Alles neu macht der ESF Plus?

Der ESF Plus ist Teil der europäischen Kohäsionspolitik. Für die Förderung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts der Europäischen Union wird rund ein Drittel des EU-Haushalts aufgewendet. Für die aktuelle Förderperiode von 2021-2027 stehen hierfür 426,7 Mrd. Euro zur Verfügung. Die Mittel sollen neue Arbeitsplätze schaffen, die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen steigern und das Wirtschaftswachstum sowie die nachhaltige Entwicklung der Lebensqualität der EU-Bürgern fördern.

Das Plus im Namen des ESF steht nun dafür, dass die bisherigen vier Förderschienen zu einer vereint werden. Dazu zählt der ursprüngliche ESF mit dem Schwerpunkt Bildung und Qualifizierung, vor allem mit dem Fokus auf einer nationalen Arbeitsmarktförderung. Der Europäische Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP), der sich für die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung stark macht. Die Jugendbeschäftigungsinitiative, Jouth Employment Initiative (YEI), das ihr Programm speziell auf die Regionen mit einer Jugendarbeitslosigkeitsquote von mindestens 25 % ausrichtet. Und das Programm für Beschäftigung und soziale Innovationen (EsSI) mit einem Förderschwerpunkt rund um die Bereiche Forschung, Entwicklung und Erprobung, überwiegend auf europäischer Ebene.

Fördermittelgeber Europäischer Sozialfonds – aber mit geringerem Budget

Das Budget für den ESF Plus fällt um 11% geringer aus als in den vorangegangenen Förderperioden und lag bei einer Gesamtsumme von 99,2 Mrd. Euro. Für Deutschland bedeutet der ESF Plus eine Fördersumme von 16,4%, inklusive Inflationsausgleich, und liegt damit um 17% unter der Auszahlung vorheriger Förderperioden.

Auch haben sich die Kofinanzierungssätze des EFS Plus geändert. War es zuvor eine Verteilung von 50% in stark entwickelten Regionen und 80% in Entwicklungsregionen, findet sich nun eine Verteilung von 40% und 60%. Stattdessen sind nun höhere EU-Kofinanzierungssätze für die Förderung der Sozialen Innovation mit 95% sowie der am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) mit 90% möglich.

ESF Plus: Das sind die inhaltlichen Schwerpunkte

Der Fördermittelgeber Europäischer Sozialfonds stellt in der Periode von 2021 bis 2027 den Menschen in den Mittelpunkt und legt dabei folgende Schwerpunkte der Förderung fest:

  • Aktive Inklusion
  • Die soziale Integration von Benachteiligten
  • Ein gleichberechtigter Zugang zu hochwertigen Sozialschutzsystemen
  • Ein verbesserter Zugang zu Beschäftigung sowie allgemeine und berufliche Bildung
  • Die sozioökonomische Integration von Drittstaatangehörigen

Mit 25% der gesamten Mittel steht die soziale Inklusion dabei im Fokus der ESF-Plus-Förderung. Hinzu kommen außerdem die allgemeinen Ziele der Europäischen Union, die es in der Förderung zu berücksichtigen. Dazu gehören der Klimaschutz mit einem Umfang von 30% der Gesamtausgaben in allen Programmen sowie das Thema Digitales, das in allen Programmen eine Priorität besitzt und worauf 20% der Mittel bei den Aufbau- und Resilenzfazilitäten verwendet werden.

Die für Deutschland relevanten Fonds

Im Folgenden wollen wir nun den Blick konkret auf Deutschland werfen und beleuchten, welche Fonds hier von Bedeutung sind und wie von der ESF-Förderung am besten profiziert werden kann.

Konkret sind drei europäische Fonds für Deutschland von besonderer Relevanz:

  • Der Europäische Sozialfonds (EFS)
  • Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)
  • Der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)

Dabei werden die europäischen Förderprogramme gemäß den aktuellen politischen Prioritäten der Europäischen Kommission ausgerichtet. Diese befinden sich derzeit in der gültigen Periode von 2021 bis 2024:

Deutschland: Anpassung und Umsetzung des ESF Plus

Beim Europäischen Sozialfonds wählt sich jedes Mitgliedsland die Schwerpunkte aus den übergeordneten Zielen aus, die für die Situation am Arbeitsmarkt des Landes besonders wichtig sind. Deutschland hat folgende Ziele des ESF Plus ausgewählt:

  • Fachkräftesicherung
  • Armutsbekämpfung und soziale Inklusion
  • Arbeitswelt im Wandel unter dem Stichpunkt „Arbeit 4.0“
  • Allgemeine und berufliche Bildung einschließlich der Lernmobilität sowie einem lebenslangen Lernen

Um die Umsetzung des EFS kümmern sich im föderalen Deutschland unterschiedliche Ebenen. Als Gesamtkoordinator für den EFS Plus fungiert dabei das Bundesministerium für Arbeit und Soziales BMAS.  Rund ein Drittel der ESF-Mittel werden durch die sechs Bundesministerien in einzelnen Förderprogrammen ausgeschrieben. Die anderen zwei Drittel durch die Bundesländer. So resultieren aus dem ESF weit über hundert Einzelprogramme.

Die Programme des ESF Plus

Sparen ist bei den öffentlichen und genossenschaftlichen Die Verteilung der Fördergelder des ESF Plus richtet sich nach der Bevölkerungsverteilung und nimmt dabei die Unterteilung auf stark entwickelte Regionen (Westdeutschland) und Übergangsregionen (Ostdeutschland, Lüneburg und Trier) vor. Dabei erhalten die stark entwickelten Regionen gemäß ihrer Bevölkerungsdichte 1,52 Mrd. €, die Übergangsregionen 760 Mio. €. Darüber hinaus verteilen die Ministerien die Mittel wie folgt:

Daraus ergeben sich dann 28 ESF Plus-Förderprogramme, die in den einzelnen Ministerien verortet werden. Unter den Programmen finden sich viele Fortführungen oder Weiterentwicklungen von Programmen der letzten Förderperiode. Unterschieden wird außerdem zwischen einer Projekt- und einer Strukturförderung. Die einzelnen Programme werden zu einem selbst gewählten Zeitpunkt der Ministerien ausgeschrieben. Dabei stehen alle Programm unter dem Hauptziel, zu einem sozialeren Europa beizutragen und die Europäische Säule sozialer Rechte in die Praxis zu überführen. Die einzelnen Programme werden gemäß der Förderschwerpunkte unterschieden:

1. Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung, Gründungen und Unternehmertum sowie Anpassung an den Wandel

KOMPASS – Kompakte Hilfen für Solo-Selbstständige Im Kern dieses neuen Förderprogramms des Europäischen Sozialfonds steht die Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung, Gründungen und Unternehmertum sowie die Anpassung an den Wandel. Das Programm richtet sich gezielt an Solo-Selbstständige, die durch zentrale Weiterbildungsmaßnahmen in die Lage versetzt werden sollen, ihr Geschäftsmodell nach Möglichkeit krisenfest und zukunftsfähiger zu gestalten.

Zukunftszentren fördert innovative Konzepte zur Weiterbildung im Betrieb, wie digitale Kompetenzen innerhalb eines Unternehmens. Dabei verfolgen die Zukunftszentren einen ganzheitlichen Ansatz und richten sich mit diesem an Unternehmen, deren Beschäftigte, aber auch an Selbstständige und vor allem Solo-Selbstständige.

INQA-Coaching stellt eine Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen dar, indem zu maßgeschneiderten Lösungen beraten wird. Diese sollen den Herausforderungen der digitalen Transformation sowie der Fachkräftesicherung und der Gestaltung einer zukunftsfähigen Unternehmenskultur beitragen.

Rückenwind3 ist ein Programm, dass sich mit Maßnahmen zum Wandel in der Arbeitswelt, gemäß dem übergeordneten EU-Ziel Arbeit 4.0, in der gemeinnützigen Sozialwirtschaft befasst. Das Ganze findet in Kooperation mit den Wohlfahrtsverbänden statt.

IQ – Integration durch Qualifizierung ist ein Förderprogramm mit der Zielsetzung einer nachhaltigen und qualifikationsadäquaten Arbeitsmarktintegration von Menschen ausländischer Herkunft. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung eines Programms über den Förderzeitraum 2023-2028. Gezielt soll in diesem Förderzeitraum eine Unterstützung von Arbeits- oder Anerkennungssuchender mit ausländischer Herkunft vor Ort geboten werden.

MY TURN verfolgt das Ziel, eine frauenspezifische und lebenslagenorientierte Ansprache, Beratung sowie kontinuierliche, vertrauensvolle und individuelle Begleitung zu gewährleisten. Als Fortsetzung des bisherigen Förderprogramms „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“, fördert das neue Programm vor allem die Teilnahme an Bildungsangeboten und beruflicher Qualifizierung für Frauen, die eine geringe sprachliche wie berufliche Qualifikation mitbringen.

Passgenaue Besetzung stellt sich den Passungsproblemen auf dem Ausbildungsmarkt und trägt zur Fachkräftesicherung bei. Gefördert werden vor allem Beratungsleistungen und Unterstützungsmaßnahmen der Handwerks-, Industrie- und Handelskammern, der Kammern der Freien Berufe sowie anderer gemeinnützig tätiger Organisationen der Wirtschaft.

EXIST-Forschungstransfer und EXIST-Gründerstipendium möchte das Gründungsklima an Hochschulen sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen verbessern. Das EXIST-Gründerstipendium unterstützt Existenzgründer*innen und Hochschulen ihre Gründungsidee zu realisieren und in einen Businessplan umzusetzen.

Wandel der Arbeit verfolgt das übergeordnete Ziel der Stärkung der sozialpartnerschaftlichen Gestaltung der Arbeitswelt zur Förderung einer nachhaltigen Personalpolitik und Unternehmenskultur. Der Förderschwerpunkt liegt dabei auf der Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung, Gründung und Unternehmertum sowie Anpassung an den Wandel.

2. Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut

JUGEND STÄRKEN – Brücken in die Eigenständigkeit des BMFSFJ unterstützt Kommunen dabei, Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene an der Schwelle zur Selbstständigkeit mit besonderem Unterstützungsbedarf zu initiieren. Gesteuert wird das Vorhaben von der örtlichen Jugendhilfe. Angesetzt ist das Programm von 2022 bis 2027.

JUVENTUS ist ein Programm speziell für benachteiligte junge Menschen. Mithilfe betrieblicher Praktika im EU-Ausland wird ihre Integration in den inländischen Arbeitsmarkt verbessert. Fokus ist die Förderung der Entwicklung beruflicher Perspektiven der Programmteilnehmer mit dem Ziel einer nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt.

ElternChanceN – mit Elternbegleitung Familien stärken Dieses neue ESF Plus-Bundesprogramm unterstützt Familien in besonderen Lebenslagen bei der Erziehung und Bildung der Kinder bis zum Grundschulalter.

Akti(F+) – Aktiv für Familien und ihre Kinder verfolgt das Ziel einer Verbesserung der Lebenssituation und der gesellschaftlichen Teilhabe von Familien und ihren Kindern, die unter sozialer Ausgrenzung und Armut leiden.

WIR – Netzwerke integrieren Flüchtlinge in den regionalen Arbeitsmarkt legt seinen Förderschwerpunkt auf die soziale Inklusion und Bekämpfung von Armut. Dabei werden gezielt Geflüchtete und ihre Familien in den Blick genommen und sich deren spezifischer Problemlage angenommen.

BIWAQ – Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier Mit den Mittel des Europäischen Sozialfonds werden die Chancen von Bewohnern benachteiligter Stadtteile entwickelt. Gefördert werden Projekte zur Integration in Arbeit und zur Stärkung der lokalen Ökonomie.

Rat geben – Ja zur Ausbildung Dieses neue Programm des ESF Plus soll dazu beitragen, Barrieren beim Zugang zur Berufsausbildung zu überwinden. Junge Menschen sollen motoviert und beim Übergang von der Schule zur Ausbildung unterstützt werden. Vor allem Regionen mit schwierigem soziökonomischem Umfeld sollen gefördert werden.

3. Investitionen in allgemeine und berufliche Bildung und lebenslanges Lernen

Gemeinsam für Qualität: Kinder beteiligen im Ganztag mit dem Ziel der Förderung einer aktiven Beteiligung von Grundschulkindern unter Berücksichtigung der Bedürfnisse. Um diese Qualität im Ganztag zu verbessern, sollen partizipative Angebote gestaltet werden, die Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe gestärkt und die pädagogischen Lehrkräfte hinsichtlich des Themas Beteiligung weiterqualifiziert werden.

Integration durch Bildung als neues Programm, das sich der Erforschung, Erarbeitung und Erprobung integrativer niedrigschwelliger und gendersensibler Bildungsangebote für Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund zuwendet.

Bildungskommunen unterstützt Landkreise und kreisfreie Städte bei der Weiterentwicklung der Bildungslandschaft. Im Kern des Programms stehen die Digitalisierung, der Aufbau neuer Kooperationen und der Ausbau zukunftsträchtiger Bildungsthemen.

Zukunft der Arbeit fördert Projekte, die sich mit der Einführung neuer Technologien und den Auswirkungen für die Mitarbeitenden aller Ebenen im Unternehmen beschäftigen.

Nachhaltig im Beruf setzt sich das Ziel der Umsetzung und Weiterentwicklung von innovativen Aus- und Weiterbildungskonzepten, die zu einer nachhaltigkeitsorientierten Qualifizierung des ausbildenden Personals in Betrieben beitragen.

Kompetenz Klima fokussiert die Förderung praxisorientierter Bildungsangebote für klimafreundliches Handeln im beruflichen Alltagshandeln. Auch soll jungen Menschen die Möglichkeit gegeben werden, Studiengänge mit Klimaschutzfokus kennenzulernen.

4. Soziale Innovationen

WIN-WIN möchte mit seinem Programm vor allem erwerbsfähige junge Männer mit Migrationshintergrund unter 30 Jahren motivieren und unterstützen, eine sozialversicherungspflichtige Ausbildung und Beschäftigung aufzunehmen.

Stärkung der Teilhabe älterer Menschen – gegen Einsamkeit und soziale Isolation Dabei werden Angebote für Menschen ab 60 Jahren gefördert, die zur Vermeidung von Einsamkeit und sozialer Isolation beitragen. Dabei liegt der Fokus der Förderung auf älteren Personen mit dem Ziel einer sozialen Teilhabe und einer finanziellen Absicherung.

5. Unterstützung der am stärksten benachteiligten Personen

EhAP Plus ist ein Programm zur Verbesserung der Lebenssituation und der sozialen Eingliederung von benachteiligten neuzugewanderten Unionsbürgern und deren Kindern. Auch Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte unter 18-Jährige sind Teil des Förderprogramms.

Überblick über die Länderprogramme des Europäischen Sozialfonds

Zwei Drittel der Gelder des Fördermittelgebers Europäischer Sozialfonds werden auf Ebene der Bundesländer vergeben. Dabei stehen wiederum eigene Schwerpunkte als Ziele der Förderung festgeschrieben:

  • ESF Plus Baden-Württemberg 2021-2027 legt seine Ziele auf Beschäftigung, lebenslanges Lernen und aktive Inklusion.
  • ESF Plus Bayern 2021-2027 stellt den Menschen in den Mittelpunkt seiner Förderung, wie im bayerischen Programm Arbeiten und Leben in Bayern – Zukunftschancen für Europa“ erkenntlich wird. Hier liegen die Schwerpunkte in den Bereichen Beschäftigung, soziale Inklusion und Bildung.
  • ESF Plus Berlin 2021-2027 macht sich stark für Bildung, Soziale Inklusion und Fachkräftesicherung.
  • ESF Plus Brandenburg 2021-2027 setzt mit seiner Förderung die vier Schwerpunkte rund um Beschäftigung, Bildung, soziale Inklusion und innovative Maßnahmen.
  • ESF Plus Bremen 2021-2027 fördert die Bereiche Alphabetisierung, Grundbildung und Sprache, Beschäftigung, Ausbildung, Weiterbildung und Qualifizierung sowie Beratung.
  • ESF Plus Hamburg 2021-2027 vergibt die Fördermittel für Vorhaben aus den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung und soziale Integration.
  • ESF Plus Hessen 2021-2027 legt mit Fachkräftesicherung und aktiver Inklusion zwei Schwerpunktthemen fest.
  • Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den Übergangsregionen und wird ab 2023 nicht mehr mit einem eigenen Landesprogramm, sondern nur noch mit einem deutschlandweiten Bundesprogramm gemäß des GAP-Strategieplans gefördert.
  • ESF Plus Niedersachsen 2021-2027 setzt seine Prioritäten auf Innovation und Wettbewerbsfähigkeit sowie Klima und Soziales.
  • ESF Plus Nordrhein-Westfalen 2021-2027 fördert die Verbesserung der Lebenssituation der Menschen.
  • ESF Plus Rheinland-Pfalz 2021-2027 verfolgt das Schwerpunktthema eines gleichberechtigten Zugangs zu allgemeiner und beruflicher Bildung und sozialer Integration. Auch das lebenslange Lernen sowie die aktive Inklusion sollen gefördert werden.
  • ESF Plus Saarland 2021-2027 steht derzeit noch in der Planung.
  • ESF Plus Sachsen 2021-2027 fokussiert die Schwerpunktziele rund um Verbesserung des Zugangs zu Beschäftigung, Förderung einer ausgewogenen Erwerbsbeteiligung, Anpassung an den Wandel, Verbesserung der Qualität, Inklusivität, Leistungsfähigkeit und Arbeitsmarktrelevanz, Förderung des gleichberechtigten Zugangs zu hochwertiger und inklusiver allgemeiner und beruflicher Bildung und aktive Inklusion.
  • ESF Plus Sachsen-Anhalt 2021-2027 fördert den gleichberechtigten Zugang zu hochwertiger und inklusiver allgemeiner und beruflicher Bildung, lebenslangem Lernen sowie die aktive Inklusion und soziale Innovationen.
  • ESF Plus Schleswig-Holstein 2021-2027 legt drei Schwerpunkte seiner Förderung fest: Beschäftigung, Bildung und soziale Integration.
  • ESF Plus Thüringen 2021-2027 fokussiert mit seiner Förderung die Verbesserung des Zugangs zur Beschäftigung, die Anpassungsfähigkeit, den gleichberechtigten Zugang zu hochwertiger und inklusiver allgemeiner und beruflicher Bildung sowie das lebenslange Lernen

Wegweiser Förderung – Navigation zur ESF-Förderung

Um Fördermittel des Europäischen Sozialfonds zu erhalten, muss ein Mitgliedsstaat ein Operationelles Programm, kurz OP, aufstellen, das konkrete Maßnahmen zur Umsetzung der EU-Strategie beinhaltet. Dieses Operationelle Programm muss dann von der Europäischen Kommission genehmigt werden. Deutschland sticht hier durch einen Sonderfall hervor, da es sowohl vom Bund als auch von den Bundesländern Operationelle Programme gibt. Eine Förderung kann demnach entweder vom Bundes-EFS oder von Ihrem Bundesland kommen – eine Doppelförderung bleibt ausgeschlossen.

Das ESF-Portal gibt eine schnelle Übersicht über alle Programme. Auf dieser Seite haben Sie auch die Möglichkeit, unter dem Reiter „Programme der Bundesländer“ über eine Deutschlandkarte zu den einzelnen Ländern und ihren Programmen zu gelangen.

Fördermittelgeber Europäischer Sozialfonds: Projektförderung

Wenn Sie ein passendes Förderprogramm zu Ihrem Projektvorhaben gefunden haben, können Sie sich nur dann auf eine Förderung bewerben, sofern gerade ein öffentlicher Förderaufruf läuft. Es ist nicht möglich, unabhängig davon einen Antrag zu stellen. Hier kommen Sie stets zu den aktuellen Ausschreibungen.

Die Antragsstellung unterscheidet sich letztlich von Programm zu Programm. Je nach Förderrichtlinie kann ein Antrag von freien oder privaten Trägern, Agenturen für Arbeit, kommunalen Verwaltungen, kleinen und mittleren Unternehmen, Sozialpartnern oder Einzelpersonen gestellt werden. Einem Aufruf sind stets alle Informationen rund um das Antragsverfahren, die Fördervoraussetzungen, Fristen sowie Projektauswahlkriterien zu entnehmen. Nur wenn das Projektvorhaben genau in das Programm passt, kommt es für eine Förderung in Frage.

Wichtig: Die ESF-Förderung erfolgt als Kofinanzierung. Das bedeutet, dass der ESF anteilig die Gesamtkosten eines Projekts fördert. Die restlichen Kosten des Projekts werden durch Eigenmittel oder durch private bzw. öffentliche Drittmittel übernommen.

Fördermittelgeber Europäischer Sozialfonds: Förderung von Einzelpersonen

Eine Einzelpersonen-Förderung erfolgt ausschließlich über die verschiedenen ESF-Förderprogramme, die meist von Projekten und verantwortlichen Institutionen durchgeführt werden. Als Einzelperson empfiehlt es sich, direkt mit einem ESF-Projekt vor Ort Kontakt aufzunehmen. Möchten Sie Teil eines Projekts werden, können Sie sich ebenfalls das Projekt direkt kontaktieren – sofern die Voraussetzungen zur Teilnahme an einem ESF-Programm erfüllt werden, ist diese kostenlos für Sie.

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