Unsere Angebote für Vereine:

    EHRENAMTLICHE TÄTIGKEIT UND GEMEINNÜTZIGE ARBEIT

    MOTIVATION ZUM BÜRGERSCHAFTLICHEN ENGAGEMENT

    Eine ehrenamtliche Tätigkeit ist eine Win-Win-Situation: Einerseits bietet sie Erfüllung für die helfende Hand, andererseits wird für andere ein Nutzen aus dieser Hilfe geschaffen. Und genau deshalb kann im Ehrenamt so Großartigesbewegt und bewirkt werden. Was ehrenamtliche Tätigkeit bedeutet und wie Sie gemeinnützig tätig werden können, stellen wir Ihnen in diesem Beitrag vor.

    Übrigens:
    Laut Statista haben 2020 in Deutschland über 17 Millionen Menschen eine ehrenamtliche Tätigkeit ausgeübt!

    Die ehrenamtliche Tätigkeit – eine Definition

    Unter einer ehrenamtlichen Tätigkeit versteht man das Ausüben einer nicht bezahlten Aufgabe, die dem Gemeinwohl der Gesellschaft dient. Eine andere Bezeichnung hierfür ist auch das bürgerschaftliche Engagement. Damit rücken vor allem drei zentrale Begriffe in den Fokus, die mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit verbunden werden: freiwillig, unentgeltlich und gemeinwohlorientiert.

    Gute Gründe für die gemeinnützige Arbeit

    Der Antrieb, aus welchem heraus Menschen sich mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit engagieren, kann auf unterschiedliche Gründe zurückgeführt werden.So kann die gemeinnützige Arbeit auf eine religiöse Motivation aufbauen. Der Glaube daran, dass Gutes zu tun erstrebenswert ist, ist in vielen Religionen verankert. Der japanische Gelehrte Daisetz Teitaro Suzuki erklärte z.B. das buddhistische Ideal so:

    „Der Bodhisattva ermüdet nie in seinem Bestreben, allen Wesen durch sein aufopferungsvolles Leben in jeder Weise Gutes zu tun.“

    Bei anderen wiederum ist es ein inneres Bedürfnis, Menschen zu helfen, weshalb sie sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit entscheiden. Die Dankbarkeitanderer für ihre gemeinnützige Arbeit ist für sie dabei Bezahlung genug. Viele Menschen erfahren auch persönliche Entbehrungen, die Verwandte, Bekannteoder sie selbst erleiden. Sie fühlen sich verpflichtet, sich ehrenamtlich zu engagieren, weil sie Schicksalsschläge hautnah erleben, z.B. Unfälle, die zu einer Behinderung führten. Gerade auch die Arbeit mit Jugendlichen treibt viele Menschen an, gemeinnützig aktiv zu werden. Manch einer hatte vielleichtselbst in der Jugend mit Problemen zu kämpfen, anderen fällt es besonders leicht, sich in junge Menschen hineinzuversetzen. Die Jugendarbeit bietet dahingehend zahlreiche Facetten und Beweggründe für eine ehrenamtliche Tätigkeit. Wieder andere leisten ein bürgerschaftliches Engagement, weil sie dadurch selbst Gesellschaft haben. Sie finden durch ihre gemeinnützige Arbeiteinen gesellschaftlichen Anschluss und Gleichgesinnte. Wer sucht, findet somit zahlreiche Gründe, um ehrenamtlich tätig zu werden und auf ganz unterschiedliche Weise zu helfen. Wünschen Sie eine individuelle und rechtssichere Beratung von Fachanwälten für Ihre spezifischen Fragen zu Ihrem Engagement als Vereinsvorstand? Diese leisten wir im Rahmen unseres Vereins-Schutzbriefs.

    Beispiele von ehrenamtlichen Tätigkeiten

    Das Ehrenamt ist so vielfältig wie die Bereiche, in denen helfende Hände benötigt werden. Ihr wollt gerne helfen und habt euch schon immer gefragt „Welche Ehrenamtlichen Tätigkeiten gibt es?“, dann zeigen wir Euch hier eine Übersicht, mit der es leicht ist, die passende Sparte einer gemeinnützigen Arbeit zu finden:

    • Die Freiwillige Feuerwehr und das THW: Die Mitglieder-Anzahl der freiwilligen Feuerwehr übersteigt die Zahl der Berufsfeuerwehr und macht damit deutlich, wie wichtig sie ist. Ein jeder von ihnen trägt stets einen Piepser mit sich, um im Notfall schnell informiert sein zu können und sich direkt auf den Weg zu machen. Wenn man es genau nimmt, steht die Freiwillige Feuerwehr damit 24/7 zur Verfügung, denn Notfälle kennen keinen Feierabend.
    • Übungsleiter: Hinter den beliebten Freizeit-Aktivitäten, wie Fußball oder Schwimmen, stehen die Trainer, die Kinder wie Erwachsene durch den Ablauf und mit geschultem Auge begleiten. Auch diese üben hierbei häufig eine ehrenamtliche Tätigkeit aus, denn nicht bei jedem Verein gibt es hierfür Geld.
    • Politische Ehrenämter: z.B. als Wahlhelfer zum Sortieren und Auszählen der Stimmen
    • Kirchliche Ehrenämter: Kirchenpfleger und Kirchenverwaltung werden nicht selten durch ehrenamtliche Mitglieder betreut.
    • Jugendhilfe: Typisches Feld der ehrenamtlichen Tätigkeiten sind auch die Betreuung und das Organisieren von Jugendzentren und –treffs sowie die angebotene Unterstützung jugendlicher aus schwierigen familiären Hintergründen.
    • Ehrenamtliche Tätigkeiten rund ums Tier & Tierschutz: Die Tierheime sind meist überfüllt, die Kassen knapp und es mangelt an Helfern. Auch hier kommen ehrenamtliche Tätigkeiten zum Einsatz, die die Tiergehege sauber halten, sich um die Pflege der Tiere kümmern oder die Hunde zu einem Spaziergang ausführen.
    • Flüchtlingshilfe: Ehrenamtlich Tätige unterstützen hierbei Flüchtlingsfamilien, sich zu integrieren, die deutsche Sprache zu lernen, Formulare für Behörden auszufüllen, bei Einkäufen und Arztbesuchen zu helfen oder gemeinsame Ausflüge zu unternehmen.
    • Betreuung und Hilfe alter und kranker Menschen: Ein häufiger Begriff, der unter dieser ehrenamtlichen Tätigkeit aufgeführt wird, ist der der Nachbarschaftshilfe. Häufig fehlt es älteren oder kranken Menschen an der nötigen Unterstützung, um zum Arzt zu kommen oder einkaufen gehen zu können. Hier können ehrenamtlich tätige Hände helfen und Gutes tun.
    • Hilfe im Hospiz: Die letzte Zeit des Lebens so schön wie möglich zu gestalten, hierfür sorgen ehrenamtlich Tätige im Hospiz. Angefangen mit Kuchenspenden, über das Vorlesen von Büchern bis hin zu Gesprächen, können hier die Angestellten unterstützt werden.
    • Schutz der Umwelt: Aktivitäten rund um den Schutz von Klima und Umwelt siedeln sich häufig im Bereich des Ehrenamts an.
    • Ehrenamtliche Tätigkeiten im Unternehmen: Hierzu zählen die Posten des Betriebsrats, der Personalräte, Mitarbeitervertretungen und die Auszubildendenvertretungen.
    • Ehrenamtliche Tätigkeiten in der Lebens-Rettung: Die ehrenamtlichen Tätigkeiten sind hierbei weit aufgestellt und reichen von der Rettung Schiffsbrüchiger bis hin zur Telefonseelsorge.
    • Obdachlosenhilfe: Organisationen wie die Tafel oder Obdachlosen-Schlafplätze leben durch die Hilfe zahlreicher ehrenamtlich tätigen Personen.

    Das Beispiel Jugendarbeit als ehrenamtliche Tätigkeit

    Jugendarbeiter sind neben den Eltern, dem Lehrer und dem Kindergärtner(-in)weitere Personen, die auf die Persönlichkeitsentwicklung von jungen Menschen Einfluss haben. Jugendarbeit als ehrenamtliche Arbeit dient der Förderung sozialer Kompetenz und Eigenverantwortlichkeit. Ehrenamtliche Tätigkeiten in der Jugendarbeit gibt es auf mehreren Gebieten.

    Jugendurlaub

    Dieser Bereich der Jugendarbeit dient der Erholung von Jugendlichen und Kindern, die aus finanziellen Gründen keinen Urlaub machen können. Diese Art der gemeinnützigen Arbeit ermöglicht Kindern und Jugendlichen somit eine willkommene Abwechslung vom Alltag und die Möglichkeit, Neues zu entdecken.

    Beratung von Jugendlichen

    In der Jugendberatung werden Problemfelder wie Jugendschwangerschaft, Drogen oder familiärer Streit angepackt. Gemeinnützige Projekte dazu sind sehr wichtig. In diesem Bereich einer ehrenamtlichen Tätigkeit lässt sich folglich viel nachhaltig bewegen und der Weg für Jugendliche in eine Zukunft aufgezeigt werden.

    Sport

    Sport verbindet, das sieht man nicht nur an Weltmeisterschaften. Außerdem dient er dem sozialen Wohlbefinden und der Gesundheit. Auch hier bietet sich ein breites Feld, auf dem man mit seiner gemeinnützigen Arbeit Gutes tun und anderen ein Lächeln der Freude ins Gesicht zaubern kann.

    Bildung

    Jugendbildung neben der Schule lebt meist von der Bereitschaft der Jugendlichen, Freude daran zu haben und neben der Schule Ihre Interessen nicht nur theoretisch zu vertiefen.

    Das ehrenamtliche Engagement wird von vielen Jugendverbänden getragen, die zwar individuelle Angebote und Ansätze verfolgen, aber diese Grundformen der ehrenamtlichen Arbeit anbieten. Gemeinnützig ist dabei ein jeder der Jugendverbände, ganz unabhängig von der Größe.

    Welche ehrenamtliche Tätigkeit passt zu mir?

    Ehrenamtliche Tätigkeiten gibt es viele, doch bleibt schließlich die Frage, welcher dieser Ämter am besten zu einem passen könnte. Hierzu sollte man sich fragen, ob man im engeren Kontakt mit Menschen stehen möchte, ob man feste Zeiten bevorzugt oder ganz flexibel sein möchte oder ob man mit Leid und Krankheit umgehen kann. Hilfe wird schließlich an zahlreichen Stellen benötigt, sodass sicherlich für jeden das geeignete Ehrenamt dabei ist,für das gilt, dass man Freude am Helfen hat.

    Voraussetzungen für die erfolgreiche Arbeit als ehrenamtlich Tätiger

    Wer zwar begeistert von der gemeinnützigen Arbeit anderer ist, aber nicht weiß, ob er oder sie ebenfalls eine Form der ehrenamtlichen Tätigkeit ausübenmöchte, der kann sich ein paar Fragen stellen:

    Brenne ich für eine Sache?

    Ehrenamtlich Tätige interessieren sich meist für eine Sache besonders und setzen sich damit gerne auch zeitintensiv auseinander. Auf diese Weise kann man mit seinem Hobby gleichzeitig Gutes für die Gemeinschaft tun. Wer beispielsweise leidenschaftlich gerne näht, kann dies auch in einem Angebot für Seniorinnen und Senioren in Altenheimen anbieten und greift auf diese Weise dem Personal dort unter die Arme.

    Möchte ich neue Erfahrungen sammeln?

    Wer einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgeht, wird immer auch ein St ück weit mehr über sich selbst lernen. Schließlich kommt es nicht selten vor, dass man im Laufe seiner gemeinnützigen Arbeit auch mal an Grenzen stößt und sich in ungewohnten Situationen wiederfindet. Letztlich führt dieser Mut zu neuen Erfahrungen aber auch zu einer persönlichen Weiterentwicklung.

    Bin ich auf der Suche nach Gleichgesinnten?

    Eine ehrenamtliche Tätigkeit wirkt sich nicht nur in der Ausübung für andere gegen eine soziale Isolation aus, sondern führt auch dazu, dass man selbst auf Gleichgesinnte trifft. Die gemeinnützige Arbeit ist in diesem Zusammenhang auch eine tolle Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen, seinen Kreis zu erweitern oder gar nach einem Umzug neuen Anschluss zu knüpfen. Aber auch die Verbindung zu anderen über Landesgrenzen hinaus schafft ein spannender Anreiz, um sich ehrenamtlich zu betätigen.

    Auf diese Weise gelingt es, sich von vornherein für sich selbst bewusst zu machen, ob ein ehrenamtliches Engagement das Richtige für einen ist und aufwelchen Beweggründen dies basiert. Es erleichtert letztlich auch die Suche nach der passenden Stelle, an der man mit seiner gemeinnützigen Arbeit künftig helfen und Gutes tun kann. Nie vergessen sollte man dabei, dass der Beruf sowie das eigene Privatleben nicht unter einer ehrenamtlichen Tätigkeit leiden sollte, sondern vielmehr zur Bereicherung wird – für sich selbst und für andere.

    Bezahlung für ehrenamtliche Tätigkeiten?

    Die ehrenamtlichen Tätigkeiten werden per Definition nicht mit einer Bezahlung entlohnt. Dennoch gibt es sogenannte Aufwandsentschädigungen, unter denen die Tätigkeiten weiterhin unter die eines Ehrenamtes fallen. Hier entscheiden jeder Verein und jede Organisation selbst, ob eine Aufwandsentschädigung bezahlt wird oder werden kann. Damit werden beispielsweise Ausgaben ausgeglichen, die man als ehrenamtlicher Helfer für seine Tätigkeiten hatte. Natürlich ist auch eine Entschädigung der aufgewendeten Zeit möglich. Hierbei gilt für alle ehrenamtlichen Tätigkeiten gleichermaßen die Grenze von 840 Euro im Jahr, um steuerfrei zu bleiben.

    Soziale Arbeit als heilsame Aufgabe

    Nicht jeder Mensch kommt im Alltag gleich gut zurecht. Durch soziale Arbeit wird die Autonomie von Individuen professionell gefördert, damit sie den Alltagbesser meistern. Eine ehrenamtliche Tätigkeit, mit der man anderen hilft, bietet sich vor allem dann an, wenn genügend Freizeit vorhanden ist, beispielsweise im Rentenalter. Soziales Engagement ist aber alles andere als ein Rentnerjob. Vielmehr können Menschen aller Altersstufen einer gemeinnützigen Arbeit nachgehen. Soziale Arbeit bedeutet aber nicht nur, das Leben einzelner Menschen zu verbessern. Durch soziale Aktivitäten mit Gruppen können die soft skills aller Gruppenmitglieder gestärkt werden. Teamfähigkeit, der Umgang mit anderen sowie die Konflikt- und Kritikfähigkeit sind deshalb Teil der sozialen Fähigkeiten. Eine gemeinnützige Sozialarbeit kann auch über den direkten Kontakt und die ehrenamtliche Arbeit mit Menschen hinausgehen und in Form einer Umgestaltung der strukturellen Beschaffenheit von Räumen der Sozialarbeit stattfinden. Übergeordnet steht dabei stets als Ziel der sozialen Arbeit, welche eine soziale Isolation von Menschen unterbinden möchte.

    Haben Sie Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit und wissen noch nicht, welche?

    Soziale Projekte gibt es wie Sand am Meer. Diese werden nicht nur durch gemeinnützige Vereine angeboten. Es gibt auch zahlreiche Freiwilligenprogramme, bei denen man sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit bewerben kann. 

    Freiwilligendienste

    • EFD – Europäischer Freiwilligendienst
    • FSJ – Freiwilliges Soziales Jahr
    • BFD – Bundesfreiwilligendienst
    • FÖJ – Freiwilliges Ökologisches Jahr

    Freiwilligenarbeit kann z.B. Computerhilfe, Tierschutz oder das Betreuen von Behinderten sein. Zunächst sollte man in einer Datenbank für soziale Projekte nachsehen, für welche man sich begeistern kann. Als zweiter Schritt folgt die Bewerbung für die gemeinnützige Arbeit, um sich schließlich persönlich beim jeweiligen Anbieter vorzustellen. Soziale Projekte können auch von Vereinen angeboten werden. Für anbietende Vereine empfiehlt es sich, erst ein Projekt auszuschreiben, um zu wissen, wie groß der Andrang ist. Sein ehrenamtliches Engagement kann man in einem der ~600.000 Vereine ausüben.

    Die Gemeinnützigkeit im Verein bzw. die sozialen Projekte, welche angeboten, sind für jeden Verein einzeln zu prüfen.

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