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Vergütung des Vereinsvorstands

Vergütung des Vereinsvorstands

Da in Vereinen häufig Unkenntnis über die Voraussetzungen für Vergütung des Vereinsvorstands besteht, halten wir es für Sinnvoll, Sie über die aktuelle Rechtslage zu informieren. Dies vor allem auch im Hinblick auf die Aktualität, denn seit dem 01.01.2015 ist die unentgeltliche Tätigkeit von Vereinsvorständen ausdrücklich im Gesetz (§ 27 Abs.3 S.2 BGB) geregelt.

Wir wollen den Vereinen damit noch die Gelegenheit geben, notwendige Satzungsänderungen auf die Tagesordnung der Einladung zur Mitgliederversammlung zu setzen.

Tipps und alle aktuellen Änderungen finden Sie auf unserer Informations-Seite Steuern im Verein.

Vergütung des Vereinsvorstands ist nur zulässig bei Gestattung in der Satzung. Ohne Gestattung droht der Verlust der Gemeinnützigkeit!

Sehr geehrte Damen und Herren, sollte Ihr Verein pauschale Tätigkeitsvergütungen wie z.B. Ehrenamtspauschale (§ 3 Nr. 26 a EStG), Übungsleiterpauschale, pauschale Aufwandsentschädigungen, Gehälter, Sitzungs- und Tagegelder, Honorare für Seminare des Vereins etc. (jede Zahlung, die nicht Ersatz von konkretem Aufwand für den Verein ist, gilt als Vergütung!) an Vorstandsmitglieder bezahlen oder ist dies beabsichtigt, so beachten Sie bitte folgende Hinweise:

Vorstandsmitglieder sind nach dem Gesetz grundsätzlich unentgeltlich für den Verein tätig. Nur durch die Satzung kann das anders geregelt werden.

An Vorstandsmitglieder darf ein Verein pauschale Tätigkeitsvergütungen nur zahlen, wenn dies ausdrücklich durch eine Klausel in der Vereinssatzung gestattet ist. Die Klausel sollte individuell entsprechend den Gegebenheiten im Verein formuliert werden. Beschließt die Mitgliederversammlung eines e.V. eine entsprechende Klausel als Satzungsänderung, dürfen Vergütungen erst nach der Eintragung der Vergütungsklausel ins Register an Vorstandsmitglieder bezahlt werden. Zahlt ein steuerbegünstigter (gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher) Verein, der nicht ausdrücklich die Bezahlung des Vorstands in seiner Satzung gestattet, dennoch Tätigkeitsvergütungen an Mitglieder des Vorstands, kann das rückwirkend zum Verlust der Gemeinnützigkeit führen.

Weitere Hinweise zu Vergütungen im Verein und zur Zahlung für ehrenamtliche Tätigkeiten entnehmen Sie bitte dem beigefügten Merkblatt des bayerischen Finanzministeriums.


Merkblatt Bayerisches Staatsministerium der Finanzen






Weitergehende Informationen
Das Bundesministerium der Finanzen hat in seinen Schreiben vom 25. November 2008 (BStBl I 2008, S. 985) und 14. Oktober 2009 (BStBl I 2009, S. 1318) noch weitere Ausführungen zu den Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Ehrenamtspauschale gemacht. Diese Schreiben können unter www.bundesfinanzministerium.de unter der Rubrik BMF-Schreiben abgerufen werden.

Eine Information des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, Abteilung Steuern und Steuerpolitik, Odeonsplatz 4, 80539 München, www.stmf.bayern.de, Stand: April 2013.

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