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Verwendung fremden Bildmaterials

Verwendung fremden Bildmaterials

Vorsicht bei fremden Bildern!



Was passiert, wenn ich fremdes Bildmaterial auf meiner Homepage oder bei Facebook verwende, oder z. B. auf Plakaten für mein Vereinsfest in der Gemeinde werbe?

Kann ich einfach Fotos verwenden und nutzen, die ich selber im Internet finde, oder drohen dann mir als Vorstand und meinem Verein Sanktionen?

Die Verwendung fremden Bildmaterials ist leider ein Klassiker. Hier bekommt Ihr Verein schneller eine mit Kosten versehene Abmahnung, als Ihnen lieb und teuer sein kann. Oft gibt es sogenannte „Abmahnungs-Anwälte“ die sich darauf spezialisiert haben, die Rechte für die Bildverletzungen beizutreiben.

Urheberrechte sind geschützt!

edes Bild hat einen Urheber, der dieses Bild erstellt hat. Oder es gibt einen Rechteinhaber, z. B. wenn der Fotograf die Bildrechte an eine Agentur verkauft hat.
Nutzen Sie diese Bilder ohne Genehmigung, verstoßen Sie gegen das Urheberrecht und dürfen dann für Ihren Verein die Zeche zahlen.
Es stellt sich dann auf Ihrer Seite gar nicht mehr unbedingt die Frage, ob Sie hier gegen bestehende Urheberrechte verstoßen haben, sondern wie hoch die Strafe für Ihren Verstoß ist.Manche Rechteinhaber mahnen die Bildrechtsverletzung über einen Streitwert von 10.000,- € ab.

Fraglich ist, ob der Streitwert von 10.000,- € gerechtfertigt ist oder nicht. Die frühere Rechtsprechung ging hier mitunter von fünfstelligen Gegenstandswerten aus – das hat sich in den letzten Jahren aber spürbar relativiert.

Rechtsprechung zum Streitwert bei unberechtigter Bildnutzung

Es gab in der Vergangenheit vor allem zwei bemerkenswerte Änderungen
  • eine Rechtsprechung aus Köln, die auch bundesweit Beachtung gefunden hat
  • und eine Reform des Abmahnwesens, die bei Verbrauchern Auswirkungen hat.
Dies lässt sich in den Auswirkungen wie folgt zusammenfassen: Es gibt eine Unterscheidung je nachdem, wie der Rechtsverletzer bzw. die Rechtsverletzung einzustufen ist:
Gewerbliche Rechtsverletzung

Es ist inzwischen gefestigte Rechtsprechung, dass von einem Gegenstandswert von 6.000 Euro auszugehen ist (OLG Köln, 6 W 265/14 6 W 123/14; LG Köln, 14 O 188/14). Hieran wird sich aller Voraussicht nach auch nichts ändern. Entsprechend vertritt das Landgericht Köln bei Rechtsverletzungen durch Unternehmen weiterhin die Auffassung, dass 6.000 Euro problemlos und angemessen sind.

Kleingewerbliche Rechtsverletzung und Produktfotos

Im Falle einer kleingewerblichen Rechtsverletzung ist man vielleicht zu einer Absenkung auf 3.000 Euro bereit. In jedem Fall ist dies anzunehmen, wenn es um den Streitwert bei Lichtbildern geht und keine Lichtbildwerke betroffen sind (OLG Köln, 6 W 256/11).



Fazit: Immer aufpassen, wenn man fremde Fotos nutzt!



Sichern Sie sich ab! Der Vorstand haftet im Zweifelsfall auch mit seinem Privatvermögen. Um finanzielle Schäden zu vermeiden, empfehlen wir Vorständen, sich unbedingt abzusichern. Unser Schutzbrief garantiert Ihnen umfassenden Schutz gegen Schadensersatzansprüche.

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