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Die Gurgel brennt, der Notarzt rennt

Die Gurgel brennt, der Notarzt rennt

„Mmmmmh, schmeckt lustig!“ sagt Peter zu seinem besten Freund Andy. Gerade eben stehen sie vor diesem wunderbar riechenden hölzernen Fass, an dem sie sich gerade vergangen haben. Das Fass steht in einem Raum, in dem vor einem Moment noch eine lange Schlange Erwachsener gestanden war. Im Moment aber sind alle draußen, da wo die laute Musik von der Band spielt. Peter und Andy sind gerade mal sieben Jahre alt, ihre Mägen bald mit je zwei Gläsern Branntwein gefüllt, und wie es nicht anders kommen muss, hört man bald laute Sirenen die Musik übertönen. Peters Mutter hatte „112“ gewählt, weil Andy plötzlich am Boden lag und nicht mehr aufstehen wollte. Das Notarztauto hält am Straßenende, findet aber keinen näheren Platz zum Parken. Bierbänke und die Bühne versperren dem Wagen den Weg. Die Notärzte müssen erst mal 200 Meter laufen.

Wer haftet? Der Veranstalter!

Nachdem sie Andy und Peter eine Decke und Entwarnung gegeben haben und das Fest wieder in seine ursprünglichen feierlichen Bahnen gelenkt ist, nehmen die Ärzte Erwin Melter, den Organisator des Vereinsfestes zur Seite. Sie informieren ihn, dass er in solchen Fällen verantwortlich ist. Das Fass habe nicht unbewacht bleiben dürfen, das Notarztauto einen näheren Parkplatz haben müssen und, zu guter Letzt, habe er die Live-Musiker auch nicht bei der GEMA angemeldet. Und schon haftet er dreifach für sein schlecht organisiertes Fest. „Hätte ich mich doch nur vorher informiert und abgesichert“, sagt Herr Melter.

Der Sommer ist die Hochburg der Straßen- und Vereinsfeste, und gerade in dieser Zeit kommen solcherlei Fälle oft vor. Beim Ausrichten kurzfristiger und nicht satzungsmäßiger Veranstaltungen gibt es für ehrenamtliche Veranstalter vieles zu beachten, um nicht in diverse Haftungsfallen zu tappen. Deswegen ist es wichtig, sich über die Risiken und Möglichkeiten zur Absicherung umfassend zu informieren.
Einer der besten Orte, wo Sie dies tun können, ist unsere Website.

Viele Haftungszonen bei Veranstaltungen

Was für Haftungsbereiche bei Veranstaltungen gibt es? Hier ein Überblick über einige wichtige:

  • Sicherheit: Der Veranstalter hat für ausreichend Sicherheit zu sorgen. Diese Maßnahmen umfassen zum Beispiel Einlasskontrollen, „glasfreien“ Getränkeausschank und Brandschutz – dafür müssen ausreichend Feuerlöscher, Hydranten, Flucht- und Rettungswege vorhanden sein, außerdem eine hindernisfreie Zufahrt für Rettungsfahrzeuge. Dekorationen sollten grundsätzlich nicht leicht entflammbar sein.
  • Speisen und Getränke: Gemäß der Lebensmittelhygieneverordnung haftet jeder, der Lebensmittel herstellt, behandelt oder in Umlauf bringt, sowohl zivil- als auch strafrechtlich dafür, dass diese unbedenklich verzehrt werden können und einwandfrei sind. Genauere Infos finden Sie auf unserer Website.
  • Jugendschutz: Öffentliche Tanzveranstaltungen dürfen Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren nicht ohne Begleitung eines Sorgeberechtigten besuchen. Branntwein darf in der Öffentlichkeit nicht an Kinder und Jugendliche ausgegeben werden, andere alkoholhaltige Getränke und Zigaretten o.ä. nicht an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren.
  • Musik: Veranstaltungen mit Musikdarbietungen hat der Veranstalter bei der GEMA anzumelden. Dies gilt sowohl für Live-Auftritte als auch für einfache Tonträger.
  • Haus- und Haftungsrecht, Garantenpflicht: Beim Mieten des Veranstaltungsortes hat der Veranstalter das entsprechende Hausrecht durchzusetzen und haftet bei Verstößen. Auch bei fahrlässigem Handeln des Personals kann der Veranstalter haftbar gemacht werden.

Tipp

In der Mitgliedschaft bzw. dem Vereins-Schutzbrief des DEUTSCHEN EHRENAMTS ist eine Haftpflichtversicherung u. v. m. enthalten!

Sind Sie ausreichend abgesichert?

Informationen über die Haftung bei Veranstaltungen, und wie Sie sich schützen können, finden Sie auf der Webseite des Deutschen Ehrenamtes. Dort stehen auch viele weitere interessante Informationen rund um uns und Ihren Verein.

SIE INTERESSIEREN SICH FÜR DEN VEREINS-SCHUTZBRIEF?

Unser Vereins-Schutzbrief ist nicht nur für Vereinsgründung von Vorteil, sondern auch für bereits bestehende Vereine, Verbände und deren Vorstand im Ehrenamt. Er beinhaltet eine juristische Überarbeitung und Überprüfung der rechtssicheren Satzung, einen speziellen Versicherungsschutz und Basisschutz mit umfassenden Versicherungs-Inhalten.

ab 299 € im Jahr

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